Info.Mutterschaft

Covid-19-Pandemie – Informationen für schwangere Mitarbeiterinnen

Keine besonderen Risiken für erwerbstätige schwangere Frauen – ausser im Fall von Schwangerschaftsdiabetes

Die Covid-19-Pandemie, die derzeit in der Schweiz herrscht, betrifft alle. Bund und Kantone informieren umfassend über die Massnahmen, die ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung zu begrenzen und damit die absehbare Überlastung der Spitalinfrastrukturen einzudämmen.

Es ist wichtig, dass schwangere Frauen, ob sie nun arbeiten oder nicht, über die neuesten Informationen bezüglich der mit dem Coronavirus verbundenen Risiken verfügen, damit sie sich nicht unnötig Sorgen machen.

Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie (SGG) hält dazu folgendes fest (Stand 24. März 2020):

Quelle:
Empfehlungen SGGG gynécologie suisse:
Coronavirusinfektion COVID-19, Schwangerschaft und Geburt

Im Falle von Schwangerschaftsdiabetes ist die Rolle des Arbeitgebers von grösster Bedeutung.

Schwangere Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln, gelten als Risikoschwangerschaften. Die gynäkologische Begleitung ist enger als bei jeder anderen risikofreien Schwangerschaft.

Schwangere Frauen, die während der Schwangerschaft an Diabetes erkranken, gehören nach der Definition des BAG einer Risikogruppe (vorbestehender Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, krankheits- oder therapiebedingte Immunschwäche, Krebs).

Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG, Neues Coronavirus: Besonders gefährdete Personen

Die Arbeitgeber haben für diese Kategorie von schwangeren Frauen besondere Pflichten – so wie im Übrigen für alle Angestellten, die zu einer Risikogruppe gehören.

Die Pflichten der Arbeitgeber sind folgende:

1. Arbeitgeber/innen ermöglichen besonders gefährdeten Personen, ihre Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Dazu treffen sie geeignete organisatorische und technische Massnahmen.

2. Kann die besonders gefährdete Person nur vor Ort arbeiten, müssen die Arbeitgeber/innen dafür sorgen, dass sie die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensmassnahmen (Hände waschen, Abstand halten) einhalten kann. Sie ergreifen dazu die notwendigen organisatorischen und technischen Massnahmen. Wenn sich ein Arbeitgeber nicht daran hält, kann der Betrieb geschlossen werden.

3. Kann ein Arbeitgeber/eine Arbeitgeberin die genannten Vorgaben nicht erfüllen, muss sie der besonders gefährdeten Person den Lohn fortzahlen.

4. Eine besonders gefährdete Person teilt ihre besondere Gefährdung ihrem Arbeitgeber durch eine persönliche Erklärung mit. Der Arbeitgeber kann fallweise ein ärztliches Attest verlangen.

Quellen:
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO – Präventivmassnahmen in Unternehmen, mögliche Unterbrechung der Tätigkeit, Ausgleich für reduzierte Arbeitszeiten

Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus
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Willkommen!

Die folgenden Seiten widmen sich den Informationen aus den Kampagnen InfoMutterschaft, die von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, durchgeführt wurden.

Im Zentrum von InfoMutterschaft stehen die Rechte der erwerbstätigen Frauen während einer Schwangerschaft. Der Schutz ihrer Gesundheit sowie der Gesundheit des Kindes steht an oberster Stelle. Um diesen Schutz zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber zahlreiche Bestimmungen erlassen.

Von Interesse sind vor allem:

Sie sind ein/e Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, eine Gewerkschaft, eine Hebamme etc., der oder die erwerbstätige Frauen begleitet und berät?

Für Sie von Interesse sind hauptsächlich:

Sie sind ein/e Arbeitgeber/in, ein/e Personalverantwortliche/r und möchten Ihre Mitarbeiterinnen möglichst gut durch deren Schwangerschaft begleiten mit dem Ziel, sie auch nach der Geburt zu Ihren Angestellten zu zählen.

Für Sie von Interesse sind sicherlich: